Gedenken an verstorbene Mitglieder

 

Bernhard Zellner   * 1.11.1926    † 11.8.2011

      

Ansprache von Ehrenvorstand Hans Dondl anlässlich der Beerdigung von Bernhard Zellner:

Lieber Bernhard, Du warst viele Jahrzehnte ein treues Mitglied im WSVI und hast Dich zudem aktiv engagiert. Besonders hervorheben möchte ich die Zeit des Hüttenbaus am Gerlosstein in den 60iger Jahren. Ich kann mich noch gut erinnern, wie der Bernhard auf der Hütte geschalt, gemauert und verputzt hat, und Du liebe Resi von der Gondelstation die Schalbretter auf dem Buckl zur Baustelle hinuntergetragen hast. Dein Ja zu diesem Bau, deine fachmännische Unterstützung als Baumeister hat die damals Verantwortlichen im Verein bestärkt, das Projekt trotz minimalem Startkapital zu beginnen. Nach drei  Jahren harter Arbeit war 1969 die Hütte fertig und dein Anteil daran war enorm. Du liebtest aber auch die Geselligkeit und nach getanem Tagwerk sind wir oft bei Musik und Gesang auf der Gerlossteinhütte gemütlich beisammengesessen und haben gefeiert und gelacht und auch so manches Flascherl guten Tiroler Rotwein geleert.

 

Das alles ist schon viele Jahre her, aber der WSVI hat es nicht vergessen. Wenn heuer im Winter wieder über 40 Kinder ihr Faschingsskilager abhalten, werde ich ihnen erzählen, wer der Zellner Bernhard war und was er für die nachfolgenden Generationen geleistet hat. Wir möchten auch ein Portrait von Dir auf der Hütte anbringen, so dass Du neben den damaligen Hüttenbauern wie Emil Eimer, Biz Dondl, Heiner Baer,  Michl Weber, Otto Schenk, um nur einige zu nennen, einen Ehrenplatz  auf der WSVI-Hütte erhalten wirst.

Lieber  Bernhard, als äußeres Zeichen unseres Dankes soll diese Blumenschale dein Grab schmücken. Unser Herrgott möge Dir vergelten, was Du für uns getan hast.

Dann folgte die letzte Strophe eines bekannten Liedes; Melodie: Gute, Nacht, gute Nacht, allen Müden sei´s gebracht… (gesungen von H. Dondl; Begleitung mit Harfe):

Lebet wohl, lebet wohl, lebet alle herzlich wohl. - Auch wenn den letzten Weg wir gehen, - werden wir uns wieder sehen.

Lebet alle herzlich wohl, lebet wohl.

 


 

Sonja Gaebelein   *10.02.1933   † 16.01. 2011 

 

Über 50 Jahre war Sonja Gaebelein Mitglied im WSVI. Als sie in den fünfziger Jahren nach Icking zog, war der Wintersportverein  ihre erste gesellschaftliche Anlaufstelle. „Der Verein war damals für mich sehr wichtig und ich habe mich von Anfang an wohl darin gefühlt“, so äußerte sie sich des öfteren. Als ihr Ehemann Herbert Gaebelein als zweiter  Vortstand und jahrzehntelanger erster Schriftführer fungierte, hat Sonja sicherlich so manche  Arbeit für den Verein erledigt, die in keiner Vereinschronik festgehalten ist. Die Liebe zum WSVI hat sie auch ihren Kindern Kathrin und Peter mitgegeben. Beide waren von Kindesbeinen im Verein aktiv und Sohn Peter ist seit 2010 als Schriftführer in die Fußstapfen der Gaebeleins getreten. Liebe Sonja, ein herzliches Vergeltsgott für deine Arbeit und lebenslange Treue zum WSVI. 

Trauerfeier am Mittwoch, 2. Februar um 14 Uhr im Zeller Kircherl, Ebnehausen-Zell, Zeller Staße 4

 


Hansi Dosch

Hansi Dosch * 13.06.1963  † 06.09.2010

 

Am 06.09.2010 ist unser mehrfacher Vereinsmeister im Riesenslalom Hansi Dosch bei einem Arbeitsunfall als Zimmerermeister tödlich verunglückt.

Die damaligen Mitglieder der alpinen Rennmannschaft des WSV Isartal/Icking lernten Hansi bei DSV-Punkterennen vor weit mehr als 20 Jahren kennen. Ab 1997 startete Hansi dann sehr erfolgreich für den WSVI, er konnte mehrere DSV-Punkterennen gewinnen, damit verhalf er als erfolgreicher Skifahrer dem WSVI wieder zu großem sportlichen Ruf in der ganzen Region. Der Hansi war kein Mann großer Worte, er stand aber beim Training und bei den Rennen allen, insbesondere auch den jungen Nachwuchsrennläufern mit Rat und Tat zur Seite. Mit Hansi verlieren wir einen lieben Freund und Sportkameraden. Wir alle sind sehr traurig und unser Mitgefühl gilt natürlich seiner Ehefrau, seinen drei Söhnen und seiner ganzen Familie.

Wir werden ihn in unserer Mitte behalten und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.   

 


Micky Wild  * 22.August 1931  † 25.4.2010

    

Micky Wild war viele Jahre 1. Hüttenwirtin auf der WSVI-Hütte am Gerlosstein.

   

Micky Wild ist Anfang der 70ger-Jahre zum WSVI gestoßen. Sie hat von Anfang an den Verein durch ihre zupackende, fröhliche Art bereichert. Als das mitunter sehr  arbeitsintensive  Amt des Hüttenwarts übernommen werden musste, hat sie sich gerne dazu bereit erklärt. Mit ihren Kindern Gerhard und Karin brachte sie auch noch zwei sportliche Talente mit – beide wurden mehrmals Vereinsmeister -, die dem WSVI ebenfalls bis heute treu geblieben sind. Wir werden unserer Micky ein würdiges Andenken bewahren.

   

Sie nahm bis zuletzt an geselligen und sportlichen Veranstaltungen teil.

 


Christl Schenk

Christine „Christl“ Schenk * 14.02.1942  † 11.09.2010

    

Der WSVI verabschiedet sich heute von seinem langjährigen Mitglied, Christl Schenk.

 

Auch ohne Posten oder Amt war sie immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Ende der 60er Jahre lernte sie ihren Mann Otto kennen, der zu dieser Zeit fleißig beim Bau der WSVI-Hütte eingespannt war. Die Christl unterstützte ihren Otto aber wo sie nur konnte und trat dann bald selbst dem Verein bei. Bald kam der Christoph zur Welt. Als er noch ein kleiner Bua war und die Simone gerade mal ein halbes Jahr alt war, ist durch einen tragischen Unfall ihr geliebter Otto ums Leben gekommen. Die Christl aber meisterte ihr Schicksal und blieb dem WSVI weiterhin treu. Dies machte sich später dann auch bezahlt, was man an den rennsportlichen Erfolgen vom Christoph und der Simone sehen konnte. Sie war nicht nur ihren Kindern eine gute Mutter, sondern war bei den Skilagern eine Mutter für alle! Wie sagte sie immer, auch lange Zeit später noch zu mir: „Ihr seids doch alle meine Kinder!“ 

 

Das glückliche Händchen für die Kinder und die Jugend hatte sie schon immer: Wenn sich ein Erwachsener über uns damals aufregte, weil wir ein bisserl über die Stränge geschlagen haben, stand sie immer zu uns und meinte nur „Der soll sich ned so aufregen, der war damals auch keinen Deut besser“. Fast alles nahm die Christl mit einer außerordentlichen Gelassenheit hin, selbst wenn der Christoph und ich uns spät nächtens bei ihr in der Stubn noch ein Weißbier einschenkten. 

Mit ihrer fürsorglichen Art und helfenden Hand bei den Vereinsmeisterschaften und anderen Veranstaltungen des Vereins war sie immer zur Stelle. Auch als sie später die Ski selbst nicht mehr anschnallte, zeigte sie noch Interesse am WSVI, um auch zu sehen, dass ihre Enkel gute Skifahrer werden. Auch wenn sie von früher erzählte, hörte man ihr immer gerne zu und nahm ihren Rat gerne entgegen. 

Drum möchten wir Dir danken, dass Du unter uns warst und Dein Andenken immer in unserer Mitte bewahren!

 


 

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Irmgard Dondl  * 22.6.1923   † 31.5.2008

   

Am 31.Mai 2008 ist unser Ehrenmitglied Irma Dondl, Mutter unseres langjährigen Vorstandes Hans Dondl im Kreis ihrer Familie, nach kurzer Krankheit und gesegnet mit den heiligen Sterbesakramenten verstorben.
  

Irma Dondl stammte aus dem Zillertal und hat es ermöglicht, dass der WSVI hier auch seine zweite Heimat hat. Als sie 1946 nach Icking kam,  hat sie sich gemeinsam mit Ihrem Mann Biz Dondl, der im Jahr 1990 gestorben ist, mit vollem Herzen für den WSVI eingesetzt. Sie hatte viel Freude vor allem an den gesellschaftlichen, musikalischen und sportlichen Veranstaltungen.

1960 wurde sie sogar Vereinsmeisterin im Riesenslalom. Mit ihrer Geselligkeit und ihrem herzlichen Lachen gewann sie einen großen Freundeskreis. Irma war seit 60 Jahren Mitglied des WSVI. Bei  gesellschaftlichen  Veranstaltungen  des  WSVI war die  Irma  bis  jetzt  immer noch gerne dabei. Sie konnte sogar noch im Februar das letzte Mal auf ihrem geliebten Gerlosstein schöne Tage genießen.

Wir alle sind sehr traurig und unser Mitgefühl gilt natürlich besonders der ganzen Familie. Die Gewissheit, dass Irma jetzt auf der schöneren Seite sein darf, spendet uns allen Trost.

Liebe Irma wir werden Dich immer in unserer Mitte behalten und Dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.


 

Florian Reichold  * 12.1.1940   † 30.12.2007

 

Der WSVI trauert  um sein langjähriges Mitglied Dr. Florian Reichold.

 

Er war sein Leben lang mit dem Verein verbunden. Als Gemeinderat unterstützte er immer gerne die Aufgaben und Anliegen des WSVI.

 

 


Ansprache anlässlich der Beerdigung von Heini Schmöller   * 11.12.1917   † 22.3.2007

 

Der WSV Isartal - Icking nimmt Abschied von seinem Ehrenmitglied Heini Schmöller. Lieber Heini, von deinen 90 Jahren, die du auf dieser Erde verbracht hast, warst Du rund 80 Jahre im WSVI. Nahezu so lange, wie der Verein besteht.

 

Es ist hier nicht möglich, alle Begebenheiten deiner WSVI - Stationen aufzuzählen. Als junger Bursch bist du dem Rest Toni schon in den Zwanziger-Jahren aufgefallen: „Den brauchen wir im WSVI,“  soll er gesagt haben, als er dich zum ersten Mal auf Skiern gesehen hat.

 

Unvergessen ist mir persönlich deine Zeit als Sportwart. Zahlreiche Urkunden aus den 50er-Jahren vom Isartaler Jugendskitag und der Vereinsmeisterschaft tragen die Unterschrift Heini Schmöller.

 

Gerne denke ich zurück  an die ersten Jahre unmittelbar nach dem Bau des Ickinger Gymnasiums. Wir hatten die erste Turnhalle weit und breit und es war der Schmöller Heini, der Woche für Woche von Schäftlarn herüber kam und uns Jugendliche  trainierte. Heute nennt man das Ski- und Konditionsgymnastik.

 

Du selber bist bis ins hohe Alter aktiv geblieben. Keine Strecke war dir zu lang, kein Berg zu steil, keine Passtrasse zu hoch, sei es beim Wasalauf  in Schweden,  beim Engadiner Skimarathon, auf deinem geliebten Rennradl oder bei den Vereinsrennen am Gerlosstein. Den „Eisernen Heini“, hat man dich voller Hochachtung genannt.

 

Du hattest stets das Ziel vor Augen und hast es immer wohlbehalten erreicht. Wir wünschen, hoffen und beten, dass Du nun auch das letzte Ziel erreicht hast und  dir unser Herrgott, zu dem du dich immer bekannt hast, zuruft. „ Liaber Heini, hast di plagt gnua, komm zu mir, da hast du´s guat.“

 

Wir aber wollen dir nochmals danken, für all das, was du für den Verein geleistet hast. Du wirst uns fehlen. Als Zeichen der Dankbarkeit haben wir diese Blumenschale niedergelegt.

 


Wir gedenken unseres langjährigen Mitglieds und Förderers

 

Herrn Xaver Tyroller

* 10.4.1942  † 17.5.2006

 

Du warst ein großer Freund des WSVI

 

Pressebericht

 


Trauerrede am 22.04.06 anlässlich der Beerdigung von unserem Ersten Bürgermeister und WSVI-Mitglied

Hubert Guggenmos   * 5.6.1953    † 18.4.2006

 

Lieber Hubert, ich spreche zu Dir nicht nur als Vorstand unseres Sportvereins, sondern auch als ein Freund. Unsere Gemeinsamkeiten waren viel, viel größer als das Trennende, das es zwischendurch sicherlich auch gegeben hat.

 

Noch im Dezember haben wir auf einer Schwabinger Kleinkunstbühne im Duett miteinander gesungen und viel Freude dabei gehabt.

 

Als wir im vorigen Jahr von deiner Krankheit erfuhren, haben viele mit Dir gebangt, gehofft und gebetet.

Noch bei der Beerdigung von unserem Altbürgermeister hast Du gesagt: Ich glaub´ich pack´s noch mal und wenn nicht, dann habe ich meine Aufgabe hier erfüllt und ich gehe einen neuen Weg.

Die Monate, die Dir entgegen der ersten medizinischen Prognose geschenkt wurden, hast du genutzt um die Schönheiten unserer Welt noch einmal ganz bewusst zu erleben.

 

Du bist fast jede Woche auf einen anderen Berg gestiegen und noch im letzten Monat warst Du einen ganzen Tag beim Schifahren, deinem Lieblingssport. Aber auch den so genannten neuen Weg hast Du nicht aus dem Blickfeld verloren. Da man angesichts des drohenden Todes sehr offen mit Dir sprechen konnte, weiß ich, dass dieser Weg gepflastert war von Gottvertrauen und christlicher Zuversicht. Du hast von deinen tiefen Erlebnissen in Assisi erzählt und es ist mir auch nicht entgangen, dass auf deinem Schreibtisch im Rathaus seit längerem eine kleine Muttergottesstatue stand. Das Herz hat seine eigenen Gründe, die der Verstand nicht begreift, würde Pascal dazu sagen.

 

Lieber Hubert, Du hast gekämpft, Du hast dich aufgeopfert für dein Icking, für unser Icking bis zum Schluss. Du hast uns ein Beispiel gegeben im Leben, im Leiden und im Sterben.

Und Du bist uns nur vorausgegangen. Früher oder später werden wir Dir alle nachfolgen. Auch wir vom WSVI möchten Dir danken. Du warst seit deinen ersten Ickinger Tagen im Verein, hast so manchem späteren Renn-Ass das Skifahren beigebracht und hast durch deine mutigen Entscheidungen die Weichen für unsere wunderbare Sportpanlage gestellt. Wir werden dafür sorgen, dass auch spätere Generationen sich erinnern unter welchem Bürgermeister sie errichtet worden ist.

Danke, lieber Hubert, danke!

 

Dir zu Ehren singen wir nun das Andreas Hofer – Lied. Deine Mitarbeiter haben das gewünscht und gemeint, dies sei in deinem Sinne.

Lebe wohl, deine Freunde vom WSVI

(Hans Dondl 1. Vorstand)

Trauerlied (Melodie: Andreas Hofer-Lied)

Ach Himmel es ist verspielt....

1. Ach Himmel es ist verspielt

ich kann nicht mehr lang leben.

Der Tod steht vor der Tür,

will mir den Abschied geben.

#Meine Lebenszeit ist aus....ich muß aus diesem Haus #

2. Oh trauervolle Zeit, was soll aus mir noch werden,

Kein Mensch mir helfen kann, oh Jesus ich muß sterben.

Von der Welt ich Abschied nehm

Will zu meinem Schöpfer gehn

Von der Welt ich Abschied nehm

Will zu meinem Schöpfer gehn.

3. Oh große Himmelsfrau, oh Jungfrau Maria,

auf dich ich jetzt vertrau, oh Königin Maria,

Oh liabe Frau i bitt, verlaß uns im Sterben nit,

Oh liabe Frau i bitt, verlaß uns im Tode nit.

 


 

 

Abschied von unserem Ehrenmitglied Stocker Hans  * 9.4.1922   † 10.3.2006

 

Der Wintersportverein Isartal nimmt Abschied von seinem Ehrenmitglied Johann Stocker.

 

Lieber Hans, Du warst und wirst uns immer ein großes Vorbild sein.

Dein Goldenes Sportabzeichen hast Du mit Stolz getragen und viele Jahre immer wieder neu bestätigt. Was wir an Dir aber besonders schätzten, war deine Verbundenheit zur Gemeinschaft, zur Jugend, zu den Menschen.   Noch vor zwei, drei Jahren  hast Du,     ich nenne nur ein Beispiel,  unsere Faschingsbälle besucht und getanzt wie ein Junger. Ja, Du bist jung geblieben im Herzen, im Geist und Körper. A gstandns Mannsbild, wia ma bei uns sogt, bis ins hohe Alter.

 

Als Bürgermeister hast Du stets ein offenes Ohr für uns  gehabt.

Als der Bau der Ickinger Hütte im Jahre ´67 und einige Zeit später die  Erweiterung  angestanden war, hat uns die Gemeinde mit Bürgermeister Stocker an der Spitze  maßgeblich  geholfen. Aber auch bei der Anschaffung der  Loipenspurgeräte hast Du uns tatkräftig unterstützt. Es gäbe  noch viele weitere  Beispiele. Was uns aber besonders gut getan hat, war Dein Interesse, Deine Freude am Verein buchstäblich bis zum letzten Atemzug. Ob Trachtenverein, Feuerwehr, Blasmusik, VDK oder WSVI; der Stocker Hans war für alle da, war immer da, hatte stets ein gutes Wort und machte Mut, wenn es einmal nicht  so klappte.

 

Vor wenigen Wochen hab ich Dich ein letztes Mal in  deiner guten Stube, mittlerweile dein Krankenlager, besucht. Was ich da erleben durfte, werde ich zeitlebens nicht vergessen. Du hast Dich g´freut über mein Harfenspiel und wie nicht anders zu erwarten, konnte man mit Dir über die letzten Dinge gradraus, wie es  immer Deine  Art  war, sprechen. Du hast mir von der Muttergottes im Brand hinten erzählt und von den jährlichen Maiandachten, die Dich so freuen. Du hast mir von den Feldkreuzen erzählt, die Du geschnitzt und aufgestellt hast. Und auf meine Frage: „Hast Du  Angst vorm Sterb´n“ , hast g´meint:  „Naa“... und dabei auf den Jesus über deinem Bett gedeutet. „Des is a oachana, der war hart zum Schnitzn.“ Nachdem ich mich von Dir verabschiedet hab, hast ma noch unter der Tür  zuagrufn: „A scheens Pfia-Gott an alle und dem WSVI a guate Zukunft.“ 

 

Zuvor hamma aber a no gsunga mitnanda … und des solln und derfa alle Leit am Grab hörn. Ich glaub, es war das letzte Lied, das Du auf dieser Welt gesungen hast. Ich hab angfangt und Du hast  leise, aber deutlich  eingsetzt: „Segne du Maria, segne mich dein Kind, dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find.“

 

Ja lieber Stocker Hans, den Frieden auf Erden hast Du jetzt gefunden.

Und mir san  guter Hoffnung, dass Du auch deinen Platz im Himmel findst.

 

Lebe wohl, deine Freunde vom WSVI

(Hans Dondl 1. Vorstand)

 


 

Er hat den WSVI gerettet – Alois Eckert (WSVI - Vorstand 1960/1961)

Ansprache anlässlich der Begräbnis von Alois Eckert * 24.06.1932  † 13.11.2005

 

Liebe Familie Eckert, verehrte Trauernde,

 

ich stehe heute am Grab vom Alois Eckert, weil ich ihm danken möchte.

Lieber Alois, ich danke Dir für die vielen schönen Stunden, die Du uns als Musikant bereitet hast. Ich danke Dir aber auch für eine Tat, die  schon fast ein halbes Jahrhundert zurückliegt, aber gleichwohl wahr und der Würdigung wert ist.

Im Jahre 1960 war die Auflösung des WSV Isartal-Icking so gut wie beschlossen, weil sich bei der Jahreshauptversammlung keiner fand, der das Amt des 1. Vorstands übernehmen wollte.

 

In dieser Lage hast Du als frisch zugezogener Oberpfälzer gesagt: „Des könnt´s doch net machen und so einen Traditionsverein mir nix dir nix auflösen. Bevor des passiert, mach lieber ich den 1. Vorstand.“

 

Du hast vor 45 Jahren den WSVI gerettet und aus der heutigen Sicht wäre damals eine gute Idee beerdigt und damit  die Ickinger Hütte auf dem Gerlosstein und vielleicht auch die Ickinger Sportanlage nie gebaut worden. Dein spontanes Ja zur Verantwortung hat der nachfolgenden Generation des WSVI und vielen anderen  reiche Früchte gebracht und dafür möchte ich Dir ein herzliches Vergelt´s Gott aussprechen.

Lieber Alois, genau vor zwei Wochen hab ich fest an dich denken müssen. Ich war in deiner alten Heimat, in der Oberpfalz. Dort hab´ ich  das Grab und das Haus der Resl von Konnersreuth besucht. Ich bin zu tiefst von dieser Frau beeindruckt und  felsenfest  überzeugt, dass alles was mit ihr und um sie geschehen ist, wahr ist und für uns mehr denn je eine große Bedeutung hat. Man schaue sich nur mit wachen Sinnen in der Welt um.

 

Ich weiß wovon ich rede, denn auch Du hast mit der Resl von Konnersreut einiges gemeinsam gehabt: Deine Ehrlichkeit, deine Geradlinigkeit, deine Opferbereitschaft, dein schnörkelloser niemals verletzender Humor.

 

Die Seele der Resl ist sicher schon länger beim Herrgott und dass Deine Seele dorthin kommt, darauf vertrauen wir und darum bitten wir im Gebet.

 

Lieber Alois, der WSV Isartal-Icking  verneigt sich in Dankbarkeit und Ehrfurcht vor deiner Bahre und wünscht Dir ein letztes Lebewohl.

 

16.November 2005 Dondl Hans, 1. Vorstand


 

 

 

Trauerrede anläßlich der Beerdigung von Sepp Braun  * 8.8.1926  † 31.8.2005

 

Der WSVIsartal-Icking trauert um sein Ehrenmitgied Josef Braun.

Josef Braun oder der Braun Sepp, wie er von uns genannt wurde, war ein WSVI-ler der ersten Stunde.

Lange schon vor dem 2. Weltkrieg legten die Rest-Kinder und die Braun-Buben den Grundstock für den großartigen sportlichen Ruf des WSVI in der ganzen Region.

Nach dem Krieg war unser Sepp einer der aktivsten Sportler. Rennradl, Langlauf- , Sprung- und Alpinschi gehörten zu seinem Inventar. Er war überall erfolgreich und auch der Vereinsmeistertitel war ihm vergönnt.

Bei den legendären Vergleichskämpfen mit den Zillertalern in den 50er-Jahren war er ebenfalls stets dabei. Dass dabei auch Siege herausschauten, dafür sorgte auch unser Sepp.

 

Bei der Pflege der damals noch hoch im Kurs stehenden Sprungschanze war er unermüdlich. Viele Veranstaltungen hat er durch seinen selbstlosen Einsatz maßgeblich unterstützt.

Beim Bau der Ickinger Hütte half er – wie könnte es anders sein – ebenfalls tatkräftig mit. Er hat sie zwar so gut wie nie benützt, aber vielleicht hat er schon damals geahnt, dass seine Enkelkinder davon profitieren werden.

Wie dem auch sei, keine Arbeit war ihm zu viel und die Frage, was habe ich persönlich davon, war ihm gänzlich unbekannt.

Der Sepp war kein Mann großer Worte. Er lebte still und die letzten Jahre zurückgezogen.

Wenn man ihn brauchte, war er  da. Sei es als Streckenposten beim Biathlon und anderen Rennen, sei es als Streckenpräparator, wenn der Schnee für eine ordentliche Loipe knapp war.

Lieber Sepp, Du warst und bist uns auch  weiterhin ein Vorbild: Nicht viel reden, sondern handeln, ein fairer, vielseitiger Sportler, ein Helfer, wo immer man dich gebraucht hat. Der WSVI ist dir zu großem Dank verpflichtet.

Als Zeichen  unserer Verbundenheit lege ich dieses Gebinde nieder.

 

Danke, lieber Sepp. Ruhe in Frieden

 


Ansprache anlässlich des Begräbnisses von Herrn Simon Schönauer am 07. Mai 2005 in Icking

 

Der WSVIsartal-Icking nimmt Abschied von Simon Schönauer.

 

Lieber Simon, so durften wir im Leben zu Dir sagen und so nenne ich Dich auch in dieser Stunde.

Lieber Simon,  Du warst uns über zwei Jahrzehnte ein treues, wertvolles Mitglied.

 

Als Du dem WSVI beigetreten bist, hast Du nicht gefragt: Was habe ich von dem Verein, sondern was kann ich für die Gemeinschaft, für die Gemeinschaft der Ickinger Sportler beitragen. Deinen Gedanken und Worten, folgten Taten. Durch Deine langjährige Treue zum Verein, hast Du mit vielen anderen die Grundlage geschaffen, dass wir unsere Aktiven, besonders unsere jungen Sportler, entsprechend fördern konnten.

 

In Deiner Funktion als Gemeinderat und 2. Bürgermeister hattest Du für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr.

Ich erinnere an zwei Beispiele: Der Erwerb eines neuen Loipenspurgerätes und die Erweiterung der Ickinger Hütte auf dem Gerlosstein. Beides Projekte, bei denen wir auf Deine Unterstützung, auf die Unterstützung der Gemeinde maßgeblich angewiesen waren. Zur Sportanlage hast Du im Grußwort unserer Festschrift  1985  geschrieben: Ich wünsche dem Verein, dass in Bälde ein neuer Sportplatz verwirklicht wird. Es sind dann noch 17 Jahre ins Land gegangen bis es so weit war und Du hast Dich bei der Einweihung mit den vielen jungen Menschen gefreut, dass auch diese Geschichte zum guten Ende gekommen ist.

 

Als Christen dürfen wir hoffen und glauben, dass auch unser Lebensweg letztlich ein gutes Ende nehmen wird, auch wenn wir heute trauern, dass Du nicht mehr unter uns bist.

 

Lieber Simon, der WSVIsartal-Icking dankt Dir von ganzem Herzen.  Vergelt´s Gott. Als  Zeichen unseres Dankes und Verbundenheit lege ich dieses Gebinde  nieder.

 

 

(H. Dondl, 1. Vorstand)


Herbert Gaebelein  * 03.10.1929   † 04.01.2005

(Ansprache von Hans Dondl anlässlich der Trauerfeier in Kirchheim am 11.01.2005)

   

Der Wintersportverein Isartal /Icking trauert um sein Ehrenmitglied Herbert Gaebelein. Nahezu ein halbes Jahrhundert war der „Gaebi“, wie wir ihn nannten im WSVI.

    

Lieber Gaebi, ich spreche Dich jetzt direkt an, weil ich daran glaube, dass Du uns hörst und siehst. Woher ich diese Zuversicht nehme?

 

Albert Einstein, fürwahr kein Kirchenmann   hat auf die Frage, warum er beim Tode eines seiner besten Freunde nicht erschüttert sei, sinngemäß  geantwortet: Für gläubige Physiker ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und das selbe.

 

Lieber Gaebi, Du bist in den 50er Jahren zum WSVI gekommen, weil Du Freude gehabt hast am Sport, am Wintersport in Icking und weil es im WSVI Leute gab, die Dir zusagten. Gesellige, fröhliche Menschen, bei denen Du Dich - - liebe Sonja, Du warst von Anfang an dabei – wohl gefühlt hast.

 

Sehr bald, hast Du Dich auch mit Deinem Können und Deiner Arbeit eingebracht. Viele Jahre warst Du Schriftführer. Neben den Routinearbeiten erinnere ich mich an die damaligen Isartaler Jugendskitage mit bis zu 300 Teilnehmern im Sprung-, Lang-, und Abfahrtslauf an einem einzigen Tag. Bis zum Spätnachmittag mussten die Ergebnislisten getippt und mittels der sog. Spirituswalze vervielfältigt sein – Computer gab´s noch nicht. Das war Deine Sonntagsbeschäftigung. Dienst von 8 h früh bis nachmittags um 5 h.

 

Auch als 2. Vorstand hast Du mehrere Jahre Verantwortung übernommen und den Bau der WSVI-Hütte im Zillertal tatkräftig unterstützt.

 

Welcher Segen diese Hütte für den WSVI und Icking ist,  habe ich erst am vergangenen Wochenende erlebt. Die Mitglieder der Irschenhauser Blaskapelle waren mit ihren Familien, davon an die 20 Kinder und Jugendliche, auf den Gerlosstein gekommen, um Skizufahren und miteinander fröhlich zu sein.

 

Eine Mutter sagte mir: Es ist so schön und überschaubar da heroben und ehrlich gesagt, woanders könnten wir uns mit 5 Personen ein solches Wochenende gar nicht leisten.

 

Da habe ich mir gedacht, das ist ganz im Sinne vom Eimer Emil, Dondl Biz, Gaebelein Herbert und vielen anderen, die damals den Grundstein gelegt haben.

 

Als Sportler  warst Du auch aktiv. Viele Jahre hast Du an der Skigymnastik und am Basketball in der Turnhalle teilgenommen.

 

Bis vor wenigen Jahren, hast Du Dich darum gekümmert, dass die besonderen Geburtstagswünsche des Vereins pünktlich zugestellt wurden. Damit zeigtest Du,  wie sehr Dir der WSVI am Herzen lag, auch als Du nicht mehr im Isartal gewohnt hast.

 

Lieber Gaebi, ich möchte Dir im Namen des WSVI für alles danken; - für das was Du geleistet hast -und ganz einfach dafür, dass Du bei uns warst.

 

Den Hinterbliebenen, Dir liebe Sonja, liebe Kathrin, lieber Peter und allen die ihm nahe standen möchte ich Danke sagen. Wir werden unserem Gaebi ein ehrendes Gedenken bewahren und auf der Hütte – falls Ihr das wünscht – ein Erinnerungsfoto anbringen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

***

 

 

 

 

 

 

 


 

Frau Gisela Klammer am 8. Dezember verstorben.

Knapp vier Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes Rolf Klammer hat der WSVI den Tod Gisela Klammers zu betrauern. Mit ihnen hat der WSVI eine wichtige "Klammer" verloren. Die Klammers haben vom WSVI wenig gebraucht, aber viel gegeben. Rolf war aktiver Fußballer und er hat auch beim Anbau der Hütte tatkräftig mitgeholfen. Beide Klammers waren zur rechten Zeit beim Skifahren auf der Hütte, wobei ein Start bei der Vereinsmeisterschaft Ehrensache war. Bei gesellschaftlichen Ereignissen brauchte man Rolf und Gisela nie lange betteln, sie waren einfach da und haben mitgefeiert.

Bei den heurigen Vereinsrennen werden wir die Riesenslalomflaggen mit dem Logo der Firma Klammer besonders sichtbar anbringen. Dies soll ein kleines äußeres Zeichen sein, dass Rolf und Gisela in den Herzen der WSVI-ler weiterleben. Ihrem Sohn Thomas und seiner Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme.

(Frau Klammer wurde am 13.12.04 beerdigt.)

 


 

Ansprache anlässlich der Trauerfeier von Andreas Last am 29.10.04

 

Liebe Familie Last, sehr verehrte Trauergemeinde,

 

Der Wintersportverein Isartal trauert um Andreas Last. Mit ihm verlieren wir einen liebenswerten Menschen und Sportkameraden. Vergangenen Sonntag hat uns, meine Frau und mich, die schreckliche Nachricht von seinem plötzlichen Tod bei einer Gipfelrast im Karwendel erreicht.

Nach dem ersten Schock versucht man seine Gedanken zu ordnen und es geht einem so manches durch den Kopf.

 

Andreas Last war einer von den Menschen, die sich in den Verein eingebracht haben. Schon sehr bald nach ihrem Zuzug nahmen die Lasts Kontakt zum WSVI auf. Und ihre Frage war weniger, was habe ich davon, sondern was können wir, was kann ich zum Gemeinwohl beitragen.

Über viele Jahre hat Andreas Last bei den Skitrainingslagern für den Nachwuchs als Betreuer, sei es in der Hütte oder auf der Piste mitgewirkt.

Dass er ausgerechnet auf unserem Sportplatz, bisher ein Quell der Freude und körperlichen Ertüchtigung abberufen worden ist, schmerzt besonders.

 

Als Sportverein sind wir in erster Linie eine Sportlergemeinschaft und keine Glaubensgemeinschaft. Dennoch kenne ich sehr viele WSVI-ler, die darauf vertrauen, dass der irdische Tod nicht das letzte Wort hat.

Aus diesem Grund kann ich Ihnen, liebe Familie Last versichern, dass der WSVI unseres Verstorbenen besonders im Gebet gedenken wird.

 

Als ich hier in Icking noch die 1. Klasse der Grundschule besuchte, hat ein Klassenkamerad, für den Fußball alles war, unseren damaligen Religionslehrer Herrn Pfarrer Schuhbauer gefragt: Herr Pfarrer, kann man im Himmel

auch Fußball spielen?

Ich weiß die Antwort nicht mehr genau, aber sie lautete etwa so: Der Himmel ist der Ort der unbeschwerten Freude und Glückseligkeit. Warum soll da nicht auch Platz für die kleinen und großen Fußballer sein? Der Pfarrer hat es richtig gemacht und uns 6-Jährigen eine Antwort gegeben, die uns spüren ließ, dass Gott ein Gott der Hoffnung und Freude ist.

 

So wie wir damaligen 1. Klässler vieles nicht verstanden haben, so verstehen wir heutigen Erwachsenen die Wege und Pläne Gottes ebenso wenig, besonders wenn es darum geht, zu begreifen, warum Andreas Last so jung sterben musste.

Ein Wirtschaftsmanager, also kein Theologe, Pfarrer oder Kirchenmann, hat unlängst folgenden Satz ausgesprochen:

Mit jedem Tag, den wir hinter uns bringen, werden wir jünger. Wir werden jünger, weil wir jeden Tag dem Himmel ein Stück näher kommen.

Wir wissen liebe Ute, liebe Natalie, liebe Catherine, dass auch Ihr trotz der großen Trauer von dieser Liebe und diesem Vertrauen getragen seid.

 

Wir möchten Euch in dieser schweren Stunde unsere Verbundenheit und Anteilnahme spüren lassen.

In Demut verneige ich mich vor Andreas Last. Für seine Treue und sein Engagement möchte ich ein herzliches "Vergelte es ihm Gott" sagen. Wir werden ihm ein bleibendes Andenken bewahren und, wenn die Familie es wünscht, ein Foto in der WSVI-Hütte anbringen.

 

(Hans Dondl)

 


 

Ansprache des 1. Vorstandes, Hans Dondl bei der Trauerfeier für Matthias Steiger am 20. Juni 2003

 

Liebe Familie Steiger,

sehr verehrte Anwesende,

 

der Wintersportverein Isartal, Icking trauert um sein Ehrenmitglied Matthias Steiger.

Beim Begräbnis meines Vaters, Biz Dondl, hast Du lieber Hias im Namen des WSVI die Trauerrede gehalten.

Heute habe ich die traurige Pflicht, dies bei Deiner Trauerfeier zu tun.

Der Steiger Hias, wie er bei uns genannt wurde, war von Kindheit an im WSVI. Er hat die Ära Rest hautnah miterlebt.

Der Rest Toni hat ihn, was für damalige Kinder nicht selbstverständlich war, häufig mit seinen eigenen Kindern ins Gebirge zum Skifahren mitgenommen. War er zu Besuch, hat er oft und begeistert von den Jugendskitagen, Skispringen und geselligen Ereignissen der Vorkriegeszeit erzählt.

 

In den 50er Jahren – ich kann mich persönlich erinnern – hat der Hias an den legendären Skivergleichskämpfen Zillertal – Isartal teilgenommen.

Er war zwar nie der schnellste, aber auch nie der langsamste, und der Hias kam immer ans Ziel.................nicht nur beim Skifahren.

Nach dem Tod des Vereinsgründers Anton Rest, bekleidete Matthias Steiger das Amt des 1. Vorstandes. Auch dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Dank.

Auch nachdem er seinen 1. Wohnsitz nicht mehr am Ort hatte, war der Hias an allem, was in Icking passierte, sehr interessiert.

Besonders zu den Adventsfeiern – die beim WSVI traditionsgemäß mit Harfen- und Zithermusik und alpenländischen Liedern gestaltet werden, kam er, wann immer es ihm möglich war.

 

Sein besonderes Interesse galt der unendlichen Geschichte der Ickinger Sportanlage. Immer wieder hat er sich nach dem Stand der Dinge erkundigt.

Als wir vor gut einem Jahr diese wunderbare, architektonisch und landschaftlich vorbildliche Anlage kirchlich einweihen konnten, saß unser Hias in der ersten Reihe im Kreise seiner alten Ickinger Sportfreunde. Er hat sich sehr gefreut und nicht mit Komplimenten gespart. Ich möchte seine Rolle als Skirennläufer nochmals aufgreifen: Er war zwar nie der schnellste, aber auch nie der langsamste, und der Hias kam stets ans Ziel.

 

Lieber Hias, Du bist vor uns ans Ziel gekommen und es ist in einer Zeit, in der anscheinend immer mehr die geistig-moralische Orientierung verlieren, in einer Zeit, in der man das Wort Gott außerhalb einer Kirche kaum mehr auszusprechen wagt, sehr trostreich zu lesen, wie deine Familie die Todesanzeige mit einem Rilke – Zitat eingeleitet hat:....und doch ist einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

Lieber Hias, der WSVI dankt Dir für all das, was Du für diesen Verein und somit für die Ickinger Ortsgemeinschaft geleistet hast.

 


Ansprache für Begräbnis von Anni Weber am 4. Juli 2003 (Hans Dondl, 1. Vorstand)

Der WSVIsartal-Icking hat innerhalb von 14 Tagen 2 seiner Ehrenmitglieder verloren. Nach Matthias Steiger trauern wir heute um Anna, genannt Anni Weber.

Die Familie Weber ist nach dem Krieg nach Icking gekommen und die ihre ersten Freunde haben sie im WSVI gefunden.

Die Webers, der Michl und die Anni, waren von Anfang an dabei, wenn es galt anzupacken oder auch zu feiern.

Da man in einem Verein keine Familie oder ein Ehepaar in ein Amt wählt, hat Anni´s Ehemann unser unvergessene Michl Weber für viele, viele Jahre den Posten des 1. Kassiers ausgeübt.

Alle wussten , die Webers waren ein Team und die Anni hat vieles von dem bewältigt, was man den lästigen „Bürokram" nennt.

In die Ära Weber als Finanzverwalter fielen zwei wichtige Projekte.

Der Umbau der Sprungschanze mit dem stabilen Anlaufturm und der Bau der Ickinger Hütte am Gerlosstein. Die Schanze ist mittlerweile ein Sportdenkmal, das nur noch sporadisch benutzt wird, aber dennoch ein Stück Ickinger Geschichte ist und heute zumindest den freien Blick ins Isartal und in die Berge erlaubt.

 

Die Hütte im Zillertal steht in voller Blüte und man kann mit Stolz sagen: Lieber Michl, liebe Anni, Eure damalige Arbeit hat sich gelohnt.

Hunderte von jungen Menschen aus Icking und umliegenden Orten fahren Jahr für Jahr auf unsere, auf eure Hütte, um dort Ski- oder Wanderferien zu verbringen.

In Deinem Flur hängt ein großes Aquarellbild der Ickinger Hütte. Das allein zeigt Deine enge Verbundenheit mit diesem Haus.

Die Anni Weber war aber auch eine sehr gesellige Frau.

Bis ins hohe Alter und trotz einsetzender Krankheit zeigte sie stets Interesse am Vereins- und Gemeindeleben.

Bei der kirchlichen Weihe der neuen Sportanlage ist sie im Rollstuhl in der ersten Reihe neben ihren alten Freundinnen und Freunden gesessen. Sie hat sich mit der Jugend gefreut und nicht mit Komplimenten gespart.

Keine Siegerehrung, kein Sportfest, kein Radlrennen, kein Musikabend, keine Weihnachtsfeier, egal ob beim Trachtenverein, VDK, Pfarrverband oder WSVI: Die Anni war immer da.

Ihr fröhliches, herzliches Lachen, ihr Humor, Ihr kassischer Spruch: „du glabst es neet.." haben den WSVI reicher und lebendiger gemacht. 

 

Liebe Anni, liebe Anna Weber, der WSVI dankt Dir für Deine jahrzehntelange Treue, Deine geleistete Arbeit, Dein großartiges Interesse an unserem Verein, nahezu bis zum letzten Atemzug.

Wir werden Dich in bester Erinnerung behalten, wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.